Über ASSEMBLE

Forschende und Landwirt*innen arbeiten in kooperativen Gefügen (Assemblages) zusammen, um gemeinsam Wissen zu co-produzieren und den Dialog zwischen verschiedenen Akteur*innengruppen zu vertiefen. ASSEMBLE ist bestrebt, Landwirt*innen, politische Entscheidungstragende und Forschende zu befähigen, gemeinsam nachhaltige Zukünfte für die Landwirtschaft zu co-kreieren.

ASSEMBLE stützt sich auf die Theorie des Neuen Materialismus, um die theoretische Erkenntnis relationalerer Formen des Wissens und Seins in praxisorientierte Wissenschaft zu übersetzen und zu erforschen, wie Räume für die Entstehung neuartiger Beziehungen geschaffen werden können.

Erfahre hier mehr über den Neuen Materialismus »

Jamila Haider darüber, wie ihre bisherige Arbeit zu ASSEMBLE geführt hat:

„Ich verstehe Resilienz als einen Prozess der sich ständig verändernden Kapazität, mit Veränderungen zu sein, durch die Wechselwirkung von Fortbestehen, Anpassung und Transformation. Basierend auf einer kollaborativen Ethnografie in den österreichischen Alpen haben wir gezeigt, wie Resilienz von kreativen und neuartigen Reaktionen auf Veränderungen abhängt. Paradoxerweise haben Maßnahmen zur Unterstützung von Kleinbäuer*innen oft den gegenteiligen Effekt, dass sie deren Resilienz untergraben, indem sie ihnen die Möglichkeit nehmen, kreativ auf Unsicherheiten zu reagieren. Zwei wichtige Wissenslücken, die die Forschung von ASSEMBLE motivieren, sind: 1) das Verständnis der fördernden und hemmenden Bedingungen für die Resilienzkapazitäten der Landwirtschaft zu vertiefen und 2) das Verständnis unserer Rolle als Forschende, nicht nur als Produzent*innen von Wissen für Politik und Praxis, sondern auch als reflexiver Teil der Welt zu werden, die wir zu verstehen versuchen, zu erweitern.“